Hörtext 1
Sie hören jetzt ein Telefongespräch.
Frau Busch ruft beim Gesundheitspark in München an. Sie erkundigt sich nach dem Programm und einigen anderen Punkten, die für sie von Bedeutung sind. Diese Punkte finden Sie in den Aufgaben. Notieren Sie während des Hörens die Informationen, die Sie im Gespräch zu diesen Punkten erhalten. Zu dem Gespräch sollen Sie 10 Aufgaben lösen. Sie hören das Gespräch einmal
Lesen Sie jetzt die Aufgaben Nr. 31 bis 40 auf dem Notizenblatt. Lesen Sie bitte auch die Beispiele O1 und 02.
Wimmer: Gesundheitspark, Wimmer.
Busch: Grüß Gott. Hier ist Gundula Busch. Ich hab' neulich von Ihnen gehört, von einer Kollegin, und ich hätte gern einige Informationen. Haben Sie einen Moment Zeit?
W: Ja, natürlich. Am Nachmittag ist es etwas ruhiger als am Abend. Fragen Sie nur.
B: Ist der Gesundheitspark - also, ist das so eine Art Fitness-Studio?
W: Nein, im Gegenteil, oder - besser gesagt - nur teilweise. Wir bieten verschiedene
Arten von Programmen an, aber eben nicht nur Gymnastik-Programme.
B: Das ist aber interessant. Was denn noch?
W: Wir haben drei Typen von Programmen. Zunächst mal, was Sie schon sagten, Gymnastik und Bewegungstraining. Dann unser Kreativprogramm mit Tanz, kreativer Arbeit und ...
B: Das interessiert mich besonders.
W: Ja, dieses zweite Programm verbindet alle Arten von Kreativität, also, vom Jazz-Tanz, Malen, Töpfern, bis zu Stimm- und Atemübungen, damit man sich freier ausdrücken kann. B: Und was war der dritte Programmtyp?
W: Das ist unser psychologischer Programmteil: Von Entspannung und Meditation bis zu Verhaltenstraining und Selbsterfahrung.
B: Das ist aber interessant nach einem stressigen Tag im Beruf.
W: Ja, wir machen auch im Auftrag von Unternehmen Gesundheitsseminare für Betriebe oder Gruppen von Betrieben. Wichtig für uns ist aber unsere Philosophie.
B: Hoffentlich nichts Schlimmes ...
W: Ganz und gar nicht. Wir denken an eine ganzheitliche Förderung der Gesundheit, das heißt nicht nur der Körper soll durch Gymnastik gesund und beweglich bleiben, sondern auch Seele, Psyche, es muss alles gepflegt werden - sonst nützt die ganze Gymnastik nichts.
B: Und wozu brauchen Sie dann die ganze „Kreativität"?
W: Der Mensch muss - das ist die dritte Säule unserer Philosophie, das heißt unser drittes Prinzip - also, der moderne Mensch ist leider oft im kreativen Bereich unterentwickelt, lässt sich nur passiv unterhalten und hat auch den Glauben daran verloren, dass er schöne und interessante Dinge schaffen kann. B: Also, in der Schulzeit hab ich da schon einiges gemacht.
W: Richtig. Sie können sich gar nicht vorstellen, was für schöne Bilder, Plastiken und Tanzformen hier entstehen. Aber mit „schön" meine ich nicht, dass eine Plastik mit Henry Moore konkurrieren soll, sondern schön wird ein Bild oder eine Plastik einfach schon, wenn der Mensch sich plötzlich frei bewegt und sich dabei loslässt.
B: Ja, also eine Art Therapie.
W: Nein, so schlimm sehen wir das nicht. Denn wir sind kein Institut, das wirklich gestörten Menschen helfen kann. Solche Besucher - und leider kommen da zuweilen auch solche zu uns - die müssen in ärztliche Behandlung.
B: Und wie stellen Sie das fest?
W: Wir haben in drei Bereichen professionelle Berater für jeden Besucher. Und zwar einen Facharzt für psychotherapeutische Medizin, Psychoanalyse und Sportmedizin, dann eine geprüfte Gymnastiklehrerin und Tanzpädagogin und einen Psychologen, der in allen Fragen von Kreativität und Spiel berät. Außerdem unsere Birgit Ertl, vom Fach Betriebswirtin, die in allen Fragen betrieblicher Gesundheitsförderung berät.
B: Ja, das ist ja ganz erstaunlich. Inzwischen haben wir ja hier ein richtiges Interview! Nur noch ein paar Einzelheiten bitte, zum Beispiel wie kann ich mich bei Ihnen anmelden?
W: Sie müssen wissen, wir haben bei uns zwei Angebotsformen. Also, erstens: Das offene Programm, wo Sie einfach kommen und jederzeit alles machen können. Und dann zweitens: Die regelrechten Kurse, für die Sie sich anmelden müssen.
B: Das mit dem offenen Programm, das ist aber gut. Also, da kann ich einfach kommen und irgendetwas ausprobieren.
W: Ja, sicher.
B: Aber - wie viel kostet das? Sicher nicht billig, oder?
W: So schlimm ist das auch nicht. Wir sind eine Institution, die zur Münchner Volkshochschule gehört, folglich mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.
B: Also, was kostet es?
W: Also, wir haben zwei Preisstufen für Einzelkarten. Pro Nachmittag von 14 bis 17.30 Uhr zahlen Sie vier Euro und am Abend dann von 18 bis 22 Uhr fünf Euro fünfzig. Ach so, die Sauna- oder Dampfbadbenutzung, die kostet natürlich extra, drei Euro 50. Aber es geht auch günstiger.
B: Ja, wie denn?
W: Es gibt unsere Streifenkarte, zum Beispiel 15 Streifen für 23 Euro. Nachmittags werden 2 Streifen abgestempelt, abends 3 Streifen. Es ist wie bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Das ist was für ...
B: ... klar, für häufige Besuche.
W: Ja, genau. Und nun etwas Besonderes. Einige Programme können Sie sich sogar vom Arzt verschreiben lassen. Und die Krankenkasse zahlt einen Zuschuss, denn es ist besser vorzusorgen, das heißt für die Gesundheit zu sorgen, als später teuer für die Krankheit zu bezahlen.
B: Sehr vernünftig. Ich hätte da aber noch weitere Fragen: Wo bekomme ich denn einen Prospekt von Ihnen?
W: Wissen Sie, kommen Sie doch einfach vorbei und sehen Sie sich um. Mein Name ist Franz Wimmer, ich bin hier an der Rezeption und kann Ihnen gern helfen.
B: Können Sie mir denn keinen Prospekt schicken?
W: Ach, das ist schwierig. Kommen Sie doch einfach vorbei, wenn Sie wirklich Interesse haben. Tschüs.
B: Jetzt hab ich doch tatsächlich vergessen, nach den Zeiten zu fragen. Naja, ich geh halt mal am Abend hin, es wird schon offen sein.